Samstag, 20. Juli 2013

Scheinbar unscheinbar am Wegesrand

 
Tourplanung: Pedalo hat zwei ähnliche Strecken – Bahndammradeln 
und Mixt(o)ur noch etwas modifiziert und einen aus RR-Zeiten beliebten Abschnitt,
als Schlussdrittel für seine Ausfahrt mit dem Trike, drangehängt.
Solche, bereits mehrmals absolvierte Etappenteile haben auch ihren Reiz:
Verlauf bekannt, Gelände bekannt und trotzdem
- ansonsten unbeachtete Randerscheinungen sind eine ständige Begleitung.
Es bleibt erneut festzustellen: Tandem fahren und Trike fahren haben das Radeln
revolutioniert. Es wird viel bedachtsamer ge(Er)fahren.
Ein Tandemausflug und die „erfolgreiche Jagd“ auf einen Wolpertinger lassen nun die (R)adleraugen nochmals anders auf die Dinge blicken.
Deshalb das Tagesmotto: Sehen – Riechen – Spüren.

20. Juli 2013
Sehen: „scheinbar unscheinbar am Wegesrand“
sind Schönheiten versteckt. Von Weitem fast unsichtbar,
und meistens werden diese nicht mal wahrgenommen!

Blühende Rahmen
 
Aber geht man näher dran, sind sie wunderschön!
Wie so oft im Leben, muss man einfach aufmerksam sein und sich nähern,
um die Schönheit zu sehen.

Bienen- und Hummelweide

Auch am Ackerrand wird es immer bunter – man muss nur genauer hinschauen.
Grund genug, ihnen hier vielleicht auch ein Plätzchen zu gönnen?
Meist ist gerade das Einfache am schönsten. 
 
Riechen: In der noch nicht ganz verdunsteten Feuchtigkeit der Nacht liegt der Duft von
Nadel- und Laubgehölz, auf dem DB-Günztal-Radweg, in der Luft.
Frisch gemähtes Gras, Aumed (Grummet), reife oder erst kürzlich gedroschene Gerstenfelder verschafften der Nase weitere Abwechslungund ist auch eine Art Befreiung für die Seele.
 
Gerste in voller Reife
 
 
... zwischen Radweg und Straße
  
Selbst der Wald bittet mehr als nur Bäume.
„Der Wald ist immer noch voller Wunder, herrlich wie am ersten Tag.
Man muss sich nur die Muße nehmen, sie zu schauen.“ von Erich Hornsmann

überragender Adlerfarn

Sogar ein Kornfeld wird mit Wildwuchs zu einem Hingucker.

Wilde Kamille

 
Spüren: die morgendliche Frische erweckte die letzten noch nicht ganz wachen Körperzellen, die Sonne am Mittag bringt doch ordentlich Wärme auf die Haut und das Streckenprofil lässt sich hinterher in der Muskulatur der Beinen spüren.
 

 
Wetter: sonnig, leichter Nordostwind
Temperatur: 16 - 22 °C
Streckenlänge: 100 km
Steigungen: 465 Hm
Fahrzeit: 3:59 h
Puls: 127 bpm
Energieverbrauch: 3660 kcal
Fazit:  Ein Vormittag, einfach nur zum Genießen

(Kneipp- Radweg) Bad Grönenbach – Wolfertschwenden – Niederdorf – Dietratried – Woringer Bahnhof – Hetzlinshofen – Benningen – Ottobeuren (DB-Günztal-Radweg) – Hawangen – Westerheim (Günztal-Radweg-Westvariante) – Günz a. d. Günz –
Lauben (Unterallgäu) – Egg a. d. Günz – Engishausen – Babenhausen (Schw) –
(DB-Radweg – Iller-Roth-Günz) Kellmünz a. d. Iller (Iller-Radwanderweg) bis Fellheim – Heimertingen – Steinheim – Buxheim – Buxach – Westerhart – Volkratshofen – Hitzenhofen – Dickenreishausen Rohr – Schättele – Woringer Einöde – Woringen – Zell – Bad Grönenbach

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 








Update: 06. Juli 2019
Bei einem Samstagvormittagtandemausflug in der Bahnhofstraße bei Sontheim (Schw.) zwischen Radweg und Straße entdeckt.







 
 
 
Update: 28. September 2020
Auch wenn man(n)  das "Bedürfnis" hat zu einem Waldhalt,
dann gibt es da etwas zu entdecken ...
 

... an einen abgestorbenen Baum ...


 ... Baumkrebs und Baumschwämme ...
 

oder auch am Boden.


Mit etwas Achtsamkeit wird es immer und überall etwas zu bestaunen geben.

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